Mit Spannung und Sorge beobachteten und begleiteten wir die Revision der für alle nationalen Regelungen homöopathischer wie auch anderer Arzneimittel maßgebliche EU-Direktive 2001/83/EC. Auch die nunmehr revidierte Fassung stellt verbindlich sicher: Homöopathische Arzneimittel bleiben Arzneimittel, und zwar in allen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union.

Nach eingehender Diskussion und Bearbeitung in den EU-Institutionen wird für den Herbst 2026 die Verabschiedung durch das Europäische Parlament erwartet. Im Fokus der Revision stehen völlig andere Themen wie Versorgungssicherheit und Zugang zu Arzneimitteln, Lieferketten, Innovationsanreize und Gesundheitsrisiken einschließlich möglicher Umweltbelastungen. Zwei sozialdemokratische Abgeordnete hatten versucht, die Revision für kleine Streichungen zu nutzen, damit Homöopathika künftig nicht mehr als Arzneimittel behandelt werden. Abgesehen von ungeklärten rechtlichen Fragen durch Inkonsistenzen innerhalb der Direktive und der Verknüpfung mit einer Reihe anderweitiger Regelungen, hätte dies auch praktische Aspekte der Arzneimittelqualität und der Patientensicherheit infrage gestellt.