Aktuelles

Probleme mit Nosoden und Ausgangssubstanzen – Strategien und Lösungen

Seminar mit Dr. Jörg Haberstock und Carl Classen im Rahmen des ICE 11, des 11. Internationalen Cöthener Erfahrungsaustauschs, dem Jahreskongress der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Homöopathie WissHom, am 11. Nov. 2011

  • Kongresstitel: Welche Forschungsansätze sind für die Homöopathie am Wichtigsten?
  • 10.-12. Nov. 2011 in Köthen (Anhalt)
  • Referenten und Themen siehe hier (klicken)

 

Schlank und glücklich mit Homöopathie – Homöopathie als Lifestyle-Spielerei?

Weichspüler

 

Einzelne Apotheken werben mit hoher Internetpräsenz für homöopathische „Abnehmglobuli“, „Wohlfühlglobuli“, „Männer-Vital-Globuli“ und mit ähnlich blumigen Versprechungen. Derartige Angebote sind aus Sicht der homöopathischen Berufsverbände und Fachorganisationen unseriös. Homöopathie bietet keine schöne neue Welt mit Schön-Schlank-Erfolgreich-Glücklich-Immersexy-Pillen. Sie zielt auf wirksame Hilfe bei echten Gesundheitsstörungen und Erkrankungen. Als mündiger Bürger haben Sie die Möglichkeit, die betreffenden Apotheken deutlich darauf aufmerksam zu machen, dass dies kein seriöses Angebot ist. Vollständige Stellungnahme hier (klicken).

Existenzieller Schwund homöopathischer Nosoden

Strömung

Homöopathische Nosoden sind vor allem für die homöopathische Behandlung chronischer Erkrankungen unentbehrlich. Nosoden sind hochverdünnte, aus Krankheitserregern oder Krankheitsprodukten gewonnene Arzneimittel. Gerade diese Arzneien werden in Potenzierungsgraden angewendet, in denen „Materie“ keine Rolle mehr spielt. Ein Atemzug in Hochgebirgsluft ist mit einem größeren Infektionsrisiko verbunden als die Einnahme einer Nosode. Die Hürden für die Marktgenehmigung sind in den letzten Jahren sukzessiv angestiegen mit der Folge, dass selbst der Marktführer unter den deutschen Herstellern die für chronische Behandlungen besonders wichtigen Nosoden humanen Ursprungs, konkret auch Psorinum, Carcinosinum, Medorrhinum, Bacillinum, Luesinum derzeit nicht mehr anbieten kann.

Ein Sargnagel für die Homöopathie als individuelle und sanfte Heilkunst. Fragen Sie Ihre Patientenorganisation, ihre lokalen Politiker, ihren Heilpraktikerverband oder Ihre Ärztegesellschaft, was sie gegen diese Entwicklung unternehmen!

Über 2 Millionen Unterschriften für Naturheilmittel

alchemilla

ein Aufschrei gegen bürgerferne Bürokratie – was bringt die umstrittene EU-Heilpflanzendirektive tatsächlich?

In den letzten Wochen und Monaten machten zahlreiche Aufrufe und Unterschriftensammlungen gegen ein EU-Gesetz die Runde. Ja, es gibt Grund zur Sorge! – obwohl nicht jeder dieser Aufrufe den Sachverhalt korrekt beschrieb und einige verschwörungshysterisch überzogene Nachrichten im Umlauf waren. Savenaturalhealth sammelte  über 1,2 Millionen Unterschriften, AVAAZ veröffentlichte fundiertere Informationen und sammelte bis heute (9.5.11) 0,8 Millionen Unterschriften. Obwohl die Fristen für Gesetzesänderungen lange überschritten waren, bringen diese Aktionen das enorme Interesse der Bürger an Heilpflanzen und an der Naturheilkunde zum Ausdruck.

Was sind die Fakten? Weiterlesen... (PDF-Dokument, klicken)

 

"Ist die Homöopathie eine Beleidigung der Vernunft?"

Zeit

Ist es vernünftig, alles was man heute noch nicht erklären kann, für nicht-existent zu halten? Theo Naumann zur aktuellen Homöopathie-Diskussion im ZEIT Leser-Blog

Petition zu Heilpflanzen-Verbot, was ist dran?

Echinacea

Womöglich haben Sie in der letzten Zeit, vielleicht sogar mehrmals, Mails bekommen mit dem Aufruf, dringend bis zum 11. Nov. eine Petition an den Bundestag zum Erhalt von Pflanzenheilmitteln zu unterzeichnen.

"Richtig in der Gesamtrichtung, grottenfalsch im Detail", so lautet die Essenz einer ausführlichen Stellungnahme von Carl Classen zu der Petition und zu der damit angesprochenen Problematik, den wir hier (klicken) im PDF-Format ins Netz gestellt haben.

 

womöglich haben Sie in der letzten Zeit, vielleicht sogar mehrmals, Mails bekommenmit dem Aufruf, dringend bis zum 11. Nov. eine Petition an den Bundestag zum Erhalt von Pflanzenheilmitteln zu unterzeichnen.

"Richtig in der Gesamtrichtung, grottenfalsch im Detail", so lautet die Essenz einer ausführlichen Stellungnahme von Carl Classen zu der Petition und zu der damit angesprochenen Problematik, den wir ins Netz gestellt haben: [Weblink] hier klicken.

 

Globuli-Größen: Europäische Behörden ignorieren Bedürfnisse der Anwender

Die Europäische Behörde für Arzneimittelqualität EDQM mit Sitz in Straßburg informierte in ihrer Veröffentlichung Pharmeuropa, Vol. 22 No. 3 über geplante neue Regelungen zur Herstellung von Globuli als Träger homöopathischer Arzneimittel.

Die Bedürfnisse homöopathischer Ärzte und Heilpraktiker, die sich in einem europaweitem Konsensprozess abbilden in den von ECH und ECCH herausgegebenen "Joint Pharmacy Positions", werden weiterhin ignoriert. Homöopathische Praktiker haben das Bedürfnis, nach den von Hahnemann als Begründer der Homöopathie gegebenen Regeln praktizieren zu können.

Folgende Globuligrößen finden wir in der Primärliteratur:

  1. für C-Potenzen Globuli mit einem Gewicht von ca. 0,3mg1
  2. für Q-Potenzen Globuli mit einem Gewicht von ca. 0,6mg2

Das sind etwa mohnsamengroße Kügelchen, ausreichend groß zur sicheren Handhabung. Kleinere Globuli können durch die im Verhältnis zum Volumen größere Oberfläche gewichtsbezogen mehr aktive Arzneisubstanz aufnehmen als große Globuli. Deshalb schlagen die Verbände vor, auch die geringeren Globuligrößen in die Arzneibücher aufzunehmen. In den neuen Regelungen der EDQM fehlen diese.

Wir stellen fest, dass deutsche und europäische Behörden vorwiegend mit den Herstellern kommunizieren. Die eigentlich Betroffenen, nämlich Patienten und Anwender, werden bei Qualitätsfragen homöopathischer Arzneimittel in der Regel kaltgestellt. Wie schon bei den Anwendervorschlägen zum Homöopathischen Arzneibuch HAB. Homöopathischen Ärzten und Heilpraktikern bleibt die Möglichkeit, Arzneien solcher Hersteller zu verschreiben, die sich im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten an den Bedürfnissen der Homöopathie und der Anwender orientieren.

C. Classen

1 - Hahnemann S., Die Chronischen Krankheiten Bd. 1, S. 188
2 - Hahnemann S., Organon der Heilkunst 6. Auflage, § 270 4. Anm.

 

"EU möchte homoöpathische Mittel illegalisieren" - Was ist dran?

Eine aktuell verbreitete Massen-Mail behauptet, ab 1. April 2011 sollten homöopathische Arzneien verboten werden. Andere sagen, Heilpflanzen werden ab 1. April 2011 verboten sein. Die Pharmazeutische Industrie wolle auf diese Weise die Alternativmedizin ausschalten. Aprilscherz oder wahr?

Hingewiesen wird auf unterschiedliche Links: 1. eine Petition der EFN, 2. Artikel von Gaia Health, Schall und Rauch und weiteren Quellen, 3. eine Information der ANH, Alliance for Natural Health. Eine besser recherchierte und selten verlinkte Information liefert die ANME, Association for Natural Medicine in Europe. Keiner dieser Links hat irgendetwas mit homöopathischen Arzneimitteln zu tun! Ja, es gibt jede Menge Probleme mit der Zulassung homöopathischer Arzneimittel, aber etwas anders als hier dargestellt. Wir mögen es nicht sehr, wenn einige die Homöopathie verwenden, um Aufmerksamkeit für völlig andere Anliegen zu gewinnen. Was ist dahinter? Nacheinander:

Zu 1.: Die Petition der EFN thematisiert eine Änderung deutscher Gesetze, die Nahrungsergänzungsmittel als "gesetzliche Hintertür" für angebliche oder wirkliche Arzneimittel schließen möchte. Die Informationen der EFN sind im Prinzip solide. Zu Nahrungsergänzungsmitteln kann man unterschiedliche Auffassungen haben. Große Mengen angereicherter Vitamine und sonstiger künstlich konzentrierter Naturstoffe haben sich in Studien der Pharma-Industrie, die hier einen potenziellen Markt sah, auch schon als gesundheitsschädlich erwiesen. Auch die Hersteller von Nahrungsergänzungsmittel sind schon längst eine eigene Lobby. Wie schon bei den Falschmeldungen zum Codex Alimentarius, scheinen einige darauf zu setzen, sogenannte Verschwörungstheoretiker für sich zu instrumentalisieren. Zu dieser Kategorie gehört die EFN nicht. Vor dem Hintergrund einer gesetzlichen Überregulierung im Namen des Verbraucherschutzes kann sich ungeachtet kontroverser Wirtschaftsinteressen jeder frei entscheiden, den Appell zu unterschreiben. Ansonsten hält auch die ANME auf dem Laufenden.

Zu 2 und 3: Die Artikel von Gaia Health und Schall und Rauch haben wir nicht verlinkt, da schon der Titel mit der Behauptung eines generellen Verbots von Arzneipflanzen ab April 2011 irreführend ist. Solider ist schon die Information der ANH und besonders die der ANME. Hier geht es nicht um ein deutsches Gesetz, sondern um die europäische "Richtlinie zur Verwendung traditioneller und pflanzlicher Medizinprodukte". Diese europäische Richtlinie beschreibt ein vereinfachtes Genehmigungsverfahren für pflanzliche Arzneimittel, für die mindestens 30 Jahre sichere Anwendung, davon mindestens 15 Jahre in der EU dokumentiert sind. Die vereinfachte Marktzulassung ist nur möglich, wenn keine tierischen und mineralischen Komponenten enthalten sind. Vereinfachung bedeutet, einfacher als chemische Arzneimittel. Der Nachweis von 30 Jahren sicherer Anwendung ist jedoch viel komplexer als sich dies anhört, da heute völlig andere Dokumentationsstandards als vor 30 Jahren gelten und damalige Dokumentationen häufig nicht anerkannt werden. Die Türen bleiben damit nur für wenige Arzneipflanzen geöffnet. Für die "Block Buster", die Marktrenner der Heilpflanzen - da lassen sich die hohen Zulassungskosten bezahlen.

Betrifft dies die Homöopathie? Nein. Für homöopathische Arzneimittel gelten wieder andere Regelungen.

Der Trend ist jedoch der Gleiche: Permanent steigende Anforderungen an Unbedenklichkeitsnachweise und Marktzulassung, damit verbunden exorbitant steigender Aufwand der Hersteller. In der Folge verschwinden tausende Arzneimittelspezialitäten, die weniger große Umsätze erzielen, sang und klanglos - sind für den Kunden nicht mehr erhältlich. Innovation ist unter diesen Bedingungen schon gar nicht möglich. Alles dies vollzieht sich im Namen der Sicherheit des zu schützenden (dümmst anzunehmenden?) Verbrauchers und der Schaffung eines einheitlichen europäischen Wirtschaftsraumes.

Wir setzen auf den mündigen Bürger und dessen gesundheitliche Selbstbestimmung.

Sprechen Sie Politiker Ihres Wahlkreises auf die Problematik an!

C. Classen

Homöopathie und Forschung

Obwohl wir keinen "Mechanismus" der Wirkungsweise homöopathischer Arzneimittel beschreiben können, belegen Studien zur Anwendungswirklichkeit der Homöopathie eine Wirkung, die konventionellen Behandlungen ebenbürtig oder überlegen ist. So kommt der Health Technology Assessment Bericht "Homöopathie in der Krankenversorgung. Wirksamkeit, Nutzen, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit" (Rezension hier) zu dem Schluss:

"Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es ausreichend Belege für eine präklinische Wirkung und klinische Wirksamkeit der Homöopathie gibt, und dass sie absolut und insbesondere im Vergleich zu den konventionellen Therapien eine sichere und kostengünstige Intervention darstellt."

Kurzum: Homöopathie wirkt, ist sicher und kostengünstig. Als festgelegten Kriterien folgende Übersichtsarbeit hat dieser Bericht einen höheren Stellenwert als einzelne Studien.

Umso mehr scheint die Homöopathie für das gewohnte medizinische und pharmakologische Denken eine Herausforderung zu sein, was sich derzeit in häufig sehr kontroversen Medienberichten niederschlägt.

Homöopathie ist ein in sich schlüssiges System und bedarf keiner Glaubenssätze. Im Folgenden bringen wir einige Links zu dem interessanten Feld der Homöopathie und Medizinforschung (öffnet jeweils in neuem Fenster). Von dort aus lassen sich viele weitere Studien finden!

 -  Homöopathie und Forschung - Informationen der Carstens-Stiftung

 -  Homöopathie und Forschung - Informationen des DZVhÄ

 -  Homöopathie und Forschung - Informationen des VKHD

 -  Homöopathie und Forschung - aktuelle Beiträge im H-Blog v. Claus Fritzsche

Europäisches Positionspapier zu homöopathischen Arzneimitteln, Neufassung 2010

Das gemeinsame Positionspapier von ECH und ECCH zu Qualität, Verfügbarkeit und Sicherheit homöopathischer Arzneimittel erschien im Juni 2010 in einer revidierten Fassung. Neben kleineren Änderungen wird nun noch deutlicher auf die Bedeutung homöopathischer Arzneimittel zur Behandlung von Kindern hingewiesen.

"Empfehlung zur Vermittlung von Selbstbehandlung"

Liebe Freunde der Homöopathie,

wir freuen uns, nach langen Vorbereitungen und Gesprächen u.a. mit Patientenorganisationen eine "Empfehlung zur Vermittlung homöopathischer Selbstbehandlung" herauszugeben. Wir möchten zu Verantwortlichkeit in der Beratung und in Anleitungen der sog. Laienhomöopathie aufrufen und damit zu einem seriösen Bild in der Öffentlichkeit beitragen.

Selbstbehandlung soll in keiner Weise von außen reguliert werden. Durch Selbstverpflichtung auf Anwendung ethischer Maßstäbe in der Beratung, Vermittlung, Vorträgen, Websites usw. möchten wir vielmehr eine Kultur der Verantwortlichkeit fördern, in der unseriöse, der Homöopathie schadende Auftritte nur eine begrenzte Wirkung entfalten können.

Die folgenden deutschen Einzelmittel-Hersteller, Veranstalter und Apotheken unterstützen unsere Initiative:

Ihr AEHA Team, Juni / August 2009

Falschmeldungen zum "Codex Alimentarius"

Zahlreiche Kettenmails warnen vor einer angeblichen Bedrohung von Homöopathie, Bach-Blüten und Naturheilkunde durch den sogenannten "Codex Alimentarius". Mit Arzneimitteln hat dieser Codex jedoch rein gar nichts zu tun, weder mit homöopathischen noch mit anderen. Es handelt sich vielmehr um ein seit über 40 Jahren existierendes, immer wieder aktualisiertes internationales Referenzwerk mit Empfehlungen zu Höchst- und Mindestmengen bestimmter Inhaltsstoffe wie beispielsweise Vitaminen in Nahrungsmitteln.

Tatsächlich ist die EU dabei, eine für Nahrungsmittel und Nahrungsergänzungsmittel geltende Richtlinie zu überarbeiten. Inhaltlich sind unterschiedliche Meinungen möglich zu diesen Richtwertempfehlungen. Es gibt Industrien, die Nahrungsergänzungsmittel mit extrem hohen Vitamindosen herstellen, was fachlich kontrovers diskutiert wird. Probleme bereitet diese EU-Richtlinie nicht für die Homöopathie, unter Umständen jedoch für andere Therapiezweige, wie etwa die Traditionelle Chinesische Medizin oder für Ayurveda. Hierüber sind wir im Austausch mit den entsprechenden Organisationen.

Weitergehende Informationen Sie auf den folgende Websites:
http://www.psychophysik.com/h-blog/?p=5570
oder http://www.anme.info/uploads/ANME%20und%20der%20Codex-2009.pdf

AEHA Netzauftritt

Anwenderbündnis zum Erhalt homöopathischer Arzneimittel

Die vorliegende Website des Anwenderbündnis AEHA ging im Juni 2009 erstmals online und wird weiterhin ausgebaut. Über Rückmeldungen, Vorschläge, Mitarbeit und Verlinkung freuen wir uns sehr.

Ansprechpartner für Inhaltliches: Carl Classen --> Kontaktformular

Webdesign: Markus Frieauff, frieauff.com

 

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