AEHA: Das Anwenderbündnis zum Erhalt homöopathischer Arzneimittel
Die Situation
Die behördlichen Anforderungen an Herstellung, Zulassung und Vertriebserlaubnis haben sich in den letzten 15 Jahren in einer Weise verschärft, die bereits hunderte homöopathischer Arzneimittel vom Markt verschwinden ließ. Vor allem sogenannte Nosoden und selten verschriebene Arzneien sind nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr zu bekommen, und die Situation verschlechtert sich weiterhin. Diese Arzneien sind vor allem für die Behandlung chronischer Krankheiten unverzichtbar. Eine nicht erhältliche homöopathische Arznei kann durch kein anderes Mittel ersetzt werden.Homöopathische Top-Seller wie Arnica, Nux vomica, Aconitum oder Belladonna sind weiterhin in jeder Apotheke erhältlich. Doch viele wichtige Arzneien verschwinden! Die Folgen betreffen homöopathische Ärzte, Heilpraktiker, Patienten und die Homöopathie insgesamt.
Hintergründe
Homöopathische Arzneimittel werden entsprechend der Gesamtsymptomatik des Patienten verordnet und nicht nach Indikationen. Sie entziehen sich daher bis zu einem gewissen Grad den Wirksamkeitsnachweisen, wie sie im Bereich der konventionellen Therapie gefordert werden. Der Gesetzgeber hat aus diesem Grund Ausnahmen im Arzneimittelrecht festgehalten.Es gibt nun in den letzten Jahren die Tendenz – teilweise durch rigide Interpretation der europäischen Richtlinie 2001/83 – bestimmte Regeln des konventionellen Arzneimittelrechtes unkritisch auf die homöopathischen Arzneimittel zu übertragen. Obwohl von ausreichend potenzierten homöopathischen Arzneimitteln keine toxischen oder biologischen Risiken ausgehen, werden zunehmend die gleichen Sicherheitsanforderungen wie für konventionelle Arzneimittel geltend gemacht. Dies führt zu einer fortlaufenden Verschlechterung der rechtlichen Stellung homöopathischer Arzneien und bringt die Kosten für die Hersteller in Bereiche, die für bestimmte Produktgruppen sowie für seltener benötigte, aber im Einzelfall unverzichtbare Arzneimittel betriebswirtschaftlich nicht zumutbar ist.
Diese Arzneimittel fehlen den Patienten wie auch den Therapeuten, eine Entwicklung die langfristig auch die freie Therapiewahl einschränkt.


